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Unterricht für Kinder

Gitarrenunterricht,  Klaus Stezenbach,  Nebeniusweg 2, 75015  Bretten,  Tel.  07252-1210
 bei den  Stadtbahnhaltestellen “Stadtmitte” und  “Rechberg”
www.kstez.de

Informationen  zum Gitarrenunterricht mit  Kindern

Seit vielen Jahren erteile ich Gitarrenunterricht für Kinder ab 6 Jahren, in Einzelfällen unterrichtete ich auch schon fünfjährige Kinder. Was bringt Kindern ein so früher Beginn auf der Gitarre?

Zu allererst ist festzustellen: Damit einem Kind früher Gitarrenunterricht tatsächlich etwas bringt, sollte beim Kind tatsächlich der Wunsch vorhanden sein, Gitarre spielen und lernen zu wollen. Es gibt keine systematischen und gesicherten Erkenntnisse darüber, nach welchen Kriterien Kinder sich ein Instrument aussuchen, aber meine bisherige Erfahrungen bestätigen, dass Kinder oft schon sehr früh ausgeprägte Vorlieben entwickeln. Ohne das Vorhandensein eines Wunsches oder Interesses seitens des Kindes sind die positiven Einflußmöglichkeiten des frühen Gitarrenunterrichts auf die kindliche Entwicklung sehr begrenzt.

Zum  andern  ist festzustellen: Die  Menge des  Wissens und  der Informationsmöglichkeiten, aber auch der  Möglichkeiten  zur Freizeitgestaltung,  haben in den  letzten 20 Jahren auf  geradezu  astronomische Weise  zugenommen.  Schon allein die  Welt  der Gitarre  mit ihren  zahlreichen unterschiedlichen  Stilen  und Spielweisen  ist  ein Universum  für sich,  das heute  niemand mehr vollständig  überblicken kann.  Ein früher Beginn auf  der Gitarre  bietet  in  dieser  Hinsicht  große Chancen.

Was  kann  Musikunterricht für  die Entwicklung  von Kindern  und Jugendlichen bringen?

Für  viele Menschen beinhaltet Musik  wichtige  kulturelle  Werte an sich,  aber  die Vorstellungen  von “guter”  Musik  haben sich in den  letzten Jahrzehnte in vielfältiger Weise  weiterentwickelt. Die  moderne Hirnforschung  hat  uns die  Erkenntnis  gebracht, dass das  vordere Gehirn,  welches die  höheren geistigen  Leistungen  vollbringt, in zwei funktional unterschiedliche Hälften  geteilt ist. Die  linke Hemisphäre hat  ihren Schwerpunkt  im  analytischen,  logischen und  intellektuellen Erfassen der  Wirklichkeit. Die  rechte  Hemisphäre  hat ihren  Schwerpunkt  im  ganzheitlichen, intuitiven und  emotionalen Erfassen der  Wirklichkeit. Zum  Musizieren  sind  beide Denkweisen grundlegend  notwendig,  und Musik  kann  insofern  eine  große Hilfe  sein, ein  ausgeglichenes  Zusammenwirken beider Hirnhälften  und Denkweisen zu erreichen.

Musik  ist ja nicht  einfach ein  belangloses nichtssagendes physikalisches Schallereignis,  es  ist doch ganz wesentlich,  dass  Musik uns  intensiv  emotional berühren kann.  Mit der  Erzeugung von  Musik sind aber auch vielfältige  abstrakte Informationen  verbunden (welche  Noten in welchem  Rhythmus, Formverständnis) sowie  intensive  motorische  Abläufe.  Beim  gemeinsamen Musizieren kommen noch wichtige soziale  Fähigkeiten hinzu. In diesem Sinne  kann  Instrumentalunterricht  einen wertvollen Beitrag  zur Persönlichkeitsbildung leisten: Musik  fordert  und fördert  gleichermaßen das  ganzheitliche intuitive  (Ausdruck,  Gestaltungsfreude,  Ideen)  wie auch das  analytische, logische Denken (Struktur, Code), aber auch der  Körper  wird  intensiv  einbezogen  (Feinmotorik, Atmung), und  soziale Kompetenz  ist unerläßlich  für gemeinsames  Musizieren  (Kommunikation, Zuhören, Zusammenarbeit,  Vertrauen).

Welche Inhalte  und Lernziele  werden  beim  Gitarrenunterricht  mit Kindern  vermittelt?

Beim Gitarrenunterricht mit  Kindern verfolge ich  zunächst  für mehrere  Jahre zwei unterschiedliche Lernziele, einmal die  Liedbegleitung  mit einfachen  Gitarrengriffen,  zum anderen  das Melodiespiel nach Noten. Mit  interessanten  und attraktiven  Liedern macht  Kindern Liedbegleitung viel Spaß und  dies  kommt ihrem  Bewegungs- und  Tatendrang  auch  sehr  entgegen, auch wenn sich die  Begleitung  am  Anfang  oft noch etwas  brutal und  unrhythmisch  anhört. Die  notwendigen Bewegungsabläufe brauchen einfach  ihre  Zeit, um sich einzuspielen.  Anfänger  machen  die notwendigen  Bewegungen  meist mit  übermäßigem Kraftaufwand,  aber  mit zunehmender  Spielpraxis werden die  Bewegungen  geschmeidiger,  ökonomischer, rhythmischer und  gefühlvoller. Dieser auditiv-motorische Lernprozeß erstreckt  sich  über  viele Jahre.

Das  Erlernen  der Notenschrift und  die Umsetzung  auf die  Gitarre fordert  Kinder  umso  mehr  in  intellektueller Hinsicht.  Die Notenschrift ist  ja  ein ausgeklügelter Code,  der gleichermaßen  analytisch-mathematische  Konzepte  (Bewegung  der Noten  der Tonhöhe  nach  wie in einem  Koordinatensystem)  wie auch mehr sinnliche  Symbolik  (schwarze  und weiße  Noten,  Stiele, Fähnchen,  Balken) miteinander  verbindet.  Das Gitarrengriffbrett funktioniert auch im Prinzip  wie ein  Koordinatensystem mit  x-  und y-Achse  (Bünde  und Saiten), ein  abstraktes  Konzept mit  dem Kinder spielerisch  vertraut  werden, lange  bevor sie  es  in  der Schule vermittelt bekommen.  Es  hat sich bewährt, in jeder  Unterrichtsstunde auf  eine  ausgeglichene Balance  dieser  beiden  grundlegenden Lerninhalte  (Liedbegleitung mit  einfachen Gitarrengriffen  / Melodiespiel nach Noten) zu achten.

Wieviel  sollten Kinder üben?

Natürlich  ist häusliches Üben ein  wichtiger Faktor für  Fortschritte  beim  Erlernen  der Gitarre, aber die  Erfahrung  lehrte  mich  eine  einfache  wichtige  Faustregel: “Nichts  übertreiben!” und  “Weniger  ist manchmal mehr!” Was  das Kapitel  Liedbegleitung  betrifft, so geht es zunächst darum, dass ein  Kind  sich  die einfachen  Anfängergriffe merken und  nach  und nach immer  schneller zwischen den  Griffen wechseln kann,  ohne  jedesmal den  Rhythmus  zu  unterbrechen. Wenn niemand  dazu  singt,  wie ich  es  beim  Unterricht  zu  tun pflege,  hören  sich  die Griffe allein allerdings ziemlich eintönig an.  Die ersten Melodien,  die wir  lernen, sind recht  kurz  (etwa  eine  halbe Minute). Es kann also durchaus für  den Anfang ausreichen,  wenn  ein Kind sich 5  bis 10 Minuten  in  der Woche  hinsetzt, um sich klar zu machen,  was in der  nächsten  Gitarrenstunde  ansteht.  Wenn  die  Eltern  gerne mitsingen  oder  selbst  auch  Musik machen,  kann  es  aber  auch  sinnvoll  sein, sich mehrmals in der  Woche zusammenzusetzen.  Wichtig ist, dass Eltern und  Kinder  ein kleines  Stückchen in ihrem  Tages-  oder  Wochenablauf finden,  wo  das Gitarrenspielen  einen entspannten  und angenehmen Platz  findet. Wenn Sie  ihr Kind zum  Gitarrenspielen verdonnern,  während Geschwister  oder  Freunde herumtoben oder wenn gerade seine  Lieblingssendung im Fernsehen  kommt,  wird  das langfristig  wenig bringen. Wichtig  ist insbesondere,  dass  ein Schüler  sich  relativ kurz vor  der nächsten Gitarrenstunde hinsetzt,  um  sich  klar  zu  machen, was  ansteht.  Ganz  am Anfang kann die  Mithilfe  der Eltern dabei  recht wichtig  und hilfreich  sein. Wenn einem  Kind  Gitarrenspielen  Freude  macht,  wird  sich  die Zeit,  die es gerne  mit Gitarrenspielen  verbringt,  ganz  von selbst steigern.  Es  ist auch ganz normal,  wenn  vorübergehende  Phasen  vollkommener  Begeisterung  wie auch Lustlosigkeit  vorkommen.  Mit bestimmten Gitarrentechniken  (z.B. Barreégriffe)  können  Kinder  grundsätzlich erst ab einem  Alter von  12  bis 15 Jahren sinnvoll umgehen. Dies gilt auch für  komplexere  rhythmische Abläufe.

Wie  kann  ich wissen,  ob  früher  Gitarrenunterricht  für mein Kind sinnvoll ist?

Ideal  wäre  eine  Art Schnupperkurs, in welchem  Kinder  zwanglos  neben Gitarre  auch  andere  Instrumente kennen lernen können.  Leider  gibt  es  diese Möglichkeit  zur Zeit nicht. Ich  kann  Ihnen zur  Zeit  folgende  Möglichkeiten  anbieten: Sie  können  mit Ihrem  Kind  nach  vorheriger  Absprache als  Zuhörer und  Zuschauer bei  einer  Gitarrenstunde  mit Kindern  teilnehmen, um so herausfinden zu können,  ob  Ihrem Kind Gitarrenunterricht Spaß machen würde. Es besteht  außerdem  die Möglichkeit, eine kostenlose Schnupperstunde  mit mir  zu  vereinbaren. Falls  Sie feststellen, dass eine eventuell  vorhandene  Begeisterung  bald  nachläßt, ist  eine  Kündigung des  Gitarrenunterrichts bei  mir jeweils  zum Monatsende möglich. Kindergitarren können bei  mir gegen  einen Unkostenbeitrag  von 5  € im Monat  ausgeliehen werden (begrenzte Anzahl). Gitarrenunterricht für  Kinder  findet  üblicherweise  in  einer Zweier-  (30 Minuten  pro Woche) oder Dreiergruppe (45  Minuten pro  Woche)  statt.  Einzelunterricht ist  im  Prinzip auch möglich, aber meine  bisherige Erfahrung  zeigte, dass die  meisten Kinder sehr vom  gemeinsamen Lernen in einer  Gruppe  profitieren.

Falls  Interesse an Gitarrenunterricht für  Kinder  besteht,  stehen  ich Ihnen  gerne mit  weiteren  Auskünften  zur Verfügung. Rufen  sie mich einfach  an  (07252-1210), falls  ich gerade nicht  erreichbar  bin,  rufe  ich Sie  gerne zurück.

        Mit  freundlichen  Grüßen
        Klaus  Stezenbach

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